Selbstverletzende Spendemotive bei Lebendorgantransplantation
U Wutzler, MJ Venner · Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie · 2005 · Heft 02
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Lebendorgantransplantation bedeutet, dass sich ein organisch gesunder Mensch zu Gunsten eines chronisch Kranken beschädigen lässt. Wegen der damit verbundenen moralischen und ethischen Bedenken ist die Freiwilligkeit des Spenders zur Organentnahme eine wesentliche rechtliche Voraussetzung. Um diese zu gewährleisten, trat 1998 in Deutschland das Transplantationsgesetz in Kraft, das unter anderem auch eine präoperative psychologische Evaluierung des Spender-Empfänger-Paares vorschreibt. Bei den von uns seit 1996 durchgeführten psychologischen Untersuchungen vor Lebendnierentransplantation fanden wir in einigen Fäl…