Sexuelle Störungen: Prävalenz bei psychosomatischen Patienten
S Wolff-Stephan, P Joraschky, K Pöhlmann · Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie · 2005 · Heft 02
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Häufigkeit sexueller Störungen wird leicht unterschätzt (Clement, 2002), so dass sexuelle Probleme oft erst erkannt werden, wenn sie sich bereits zu chronifizierten Störungen entwickelt haben. Die objektive Erfassung sexuellen Verhaltens und Erlebens erschwert sich durch den sozialen Kontext von Sexualität (Stauß & Heim, 1999). Befragungen von Allgemeinmedizinern in der Schweiz zeigen, dass ca. 4% aller Patienten die Allgemeinpraxis wegen sexueller Schwierigkeiten aufsuchen (Buddeberg et al., 1991). Eine Befragung in Hamburg ergab 1100 Patienten, die wegen eines primären sexuellen Problems einen Arzt aufsuch…