Anämietherapie in der Geburtshilfe
A Krafft · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2005 · Heft 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In westlichen Industrieländern ist der Eisenmangel die häufigste Mangelsituation bei Frauen im gebärfähigen Alter. Bei jungen Frauen beträgt die Prävalenz 10–30%. In der Schwangerschaft nehmen Häufigkeit und Bedeutung eines Eisenmangels zu. Durch Wachstum und Entwicklung der feto-plazentaren Einheit und durch mütterliche Gewebeneubildung, Uteruswachstum und ausgeprägte Expansion des mütterlichen und fetalen Blutvolumens steigt der Eisenbedarf der schwangeren Frau um ein Mehrfaches. Ausgehend von einem Tagesbedarf im nichtschwangeren Zustand von 1mg steigt dieser auf 4–5mg, möglicherweise in der Spätschwangerscha…