HPV-assoziierte anogenitale Erkrankungen bei HIV-Infizierten im Zeitalter der HPV-Impfung – Implikationen für Prävention, Diagnose und Therapie eines multilokulären Problems
B Hollwitz, F Rinnau, P Soergel, KU Petry, P Hillemanns · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2008 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
HIV-infizierte Frauen haben ein erhöhtes Risiko für den Erwerb und die Persistenz einer zervikalen HPV-Infektion. Entsprechend ist die Rate an von zervikalen Dysplasien und Karzinomen deutlich höher. Daten zeigen eine gegenüber Nicht-Infizierten erhöhte Inzidenz auch des Vulva-/Vaginal- und Analkarzinoms sowie deren Vorstufen. In der Tat ist die anale HPV-Prävalenz höher als die zervikale, unabhängig vom HIV-Status. Antiretrovirale Therapie hat nur begrenzten positiven Effekt auf HPV-assoziierte Neoplasien, und die Inzidenz des Analkarzinoms steigt durch die Lebensverlängerung an. Infizierte Frauen sollten einem…