Ist die hochfrequente Serienstimulation in der Diagnostik des Lambert-Eaton-myasthenen-Syndroms zuverlässig?
E. Käppeler, V. Kuhl, A. Lindner · Aktuelle Neurologie · 2006 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Lambert-Eaton-myasthene-Syndrom (LEMS) tritt in etwa 2/3 der Fälle als paraneoplastisches Syndrom überwiegend im Rahmen eines kleinzelligen Bronchialkarzinoms (bei 80–90%) auf. Die elektrophysiologische Untersuchung stellt in der Diagnostik des LEMS ein wichtiges Instrument dar. Während die repetitive Nervenstimulation mit 2–3Hz wie bei der Myasthenie ein Dekrement zeigt, ist beim LEMS nach supramaximaler Stimulation ein primär erniedrigtes motorisches Antwortpotential typisch, das bei höherfrequenter Reizung (20–50Hz) ein Inkrement aufweist. Bei Einzelstimulation nach 10–20 Sekunden tonischer Muskelkontrakt…