Neugeborenen-Krämpfe durch Lamotrigin-Entzug?
S. Vieker, M. Thiel, A. Längler · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2009 · Heft 02 · S. 62-63
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Wir berichten über ein reifes Neugeborenes, welches am 3. Lebenstag eine Serie kurzer tonisch-klonischer und myoklonischer Kramfanfälle hatte. Die Mutter war aufgrund ihrer Epilepsie mit Lamotrigin eingestellt. In der Gegenüberstellung der Medikamentenserumspiegel fiel auf, dass bei dem Kind am 3. Lebenstag der Wirkspiegel bereits auf 37% des ursprünglichen Ausgangswertes abgefallen war. Gleichzeitig bestand eine katabole Stoffwechselsituation in Kombination mit einer Hyponatriämie. Wir diskutieren, ob die neonatalen Krampfanfälle als Ausdruck einer Entzugssymptomatik gewertet werden können.