D-Laktatazidose: „Rechts-Links-Schwäche“ in der Laboranalytik
B Bach, S Grünert, M Schmidts, JO Sass, M Pohl, P Greiner, R Hentschel · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2009 · Heft 04
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund: Eine D-Laktatazidose ist in der Literatur als Komplikation eines Kurzdarmsyndroms beschrieben. Überwucherung des Dickdarmes mit gram-positiven Anaerobiern, insbesondere Lactobazillen, führt im Colon zur Umwandlung von Glucose und Stärke zu D-Laktat, welches dann resorbiert wird. Neben einer metabolischen Azidose treten vor allem neurologische Symptome (Verwirrtheit, zerebelläre Ataxie, verwaschene Sprache, Amnesien) auf (1). D-Laktat wird in der Routine- Laktatbestimmung nicht detektiert. Fallbericht: Wir berichten den Fall eines 7-jährigen Jungen mit Kohlenhydrat-Malabsorption, der bis 6 Wochen vor…