Die Auseinandersetzung um die Einführung des preußischen Krankenpflegeexamens von 1907 bei den katholischen Orden und der evangelischen Mutterhausdiakonie
Schweikardt, C.; · Pflege, Bern · 2007 · Heft 12 · S. 372 bis 380
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Nach einem Bundesratsbeschluss von 1906 führte Preußen 1907 ein freiwilliges staatliches Krankenpflegeexamen ein. Dadurch wurde die Krankenpflege zu einem staatlich anerkannten Beruf Es war das Ziel des preußischen Kultusministeriums, auch die katholischen Orden und die evangelische Diakonie zur Annahme des Krankenpflegeexamens zu bewegen. Hierzu führte es 1907 Verhandlungen mit Georg Kardinal Kopp (1837-1914), dem Vertreter des preußischen Episkopats. Für die Annahme des Examens auf katholischer Seite war bereits zuvor der Boden bereitet worden. Katholische Geistliche und Ärzte hatten seit den 1890er Jahren ein…