Ein allelischer Verlust der chromosomalen Region 18q21.3 ist ein unabhängiger prognostischer Marker für das kolorektale Karzinom
R Melcher, C Reiter, E Rosler, L Sauerhöfer, T Kudlich, H Luehrs, A Gostner, S Herterich, B Illert, T Katzenberger, M Scheurlen, W Scheppach · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2007 · Heft 10
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund: Die Inaktiverung von Tumorsuppressorgenen erfolgt durch die Mutation eines Allels, gefolgt von der Deletion des zweiten Allels. Der Nachweis eines allelischen Verlustes (LOH – „loss of heterozygosity) in einem bestimmten chromosomalen Bereich stellt somit einen indirekten Hinweis für das Vorliegen eines Tumorsuppressorgens dar. Beim kolorektalen Karzinom konnten häufige Deletionen in den Bereichen 1p32–36, 4p14–16, 5q21–5q22, 8p21–22, 17p13 und 18q12.3 nachgewiesen werden. Bei jeder Region (ausser 5q12–22) konnte eine signifikante Korellation mit einer kürzeren Überlebenszeit der Patienten gezeigt w…