Der Umgang von Funktionsträgern und Hilfseinrichtungen mit traumatisierten Menschen – „Von Sechsern im Lotto“ bis zu „Akten auf zwei Beinen“
C Eichenberg, S Harm · Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie · 2008 · Heft 02
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ob Menschen nach extremen Lebensereignissen eine Traumafolgestörung ausbilden hängt von verschiedenen Risiko- bzw. protektiven Faktoren ab. Inzwischen ist empirisch belegt, dass negative Erfahrungen mit Behörden (z.B. Polizei, Versorgungsamt, Justiz) und Hilfspersonen (z.B. Ärzte, Psychotherapeuten) das Risiko deutlich erhöhen und somit zu den Belastungsfaktoren zu zählen sind, die eine Chronifizierung der traumatischen Reaktion begünstigen (Bering 2005; Hammel 2005). Mittels einer Befragungsstudie an N=272 Personen, die traumatische Erfahrungen machen mussten, wurde untersucht, welche Erfahrungen die Betroffene…