Das Konzept der „vegetativen Depression” (1949) von Rudolf Lemke – Ein obsoletes Konzept?
Julia Thormann, Hubertus Himmerich, Holger Steinberg · Psychiatrische Praxis · 2011 · Heft 02 · S. 91-96
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung ANLIEGEN Die von Rudolf Lemke 1949 beschriebene vegetative Depression wurde als eine angstgeprägte Symptomatik auf der Grundlage einer vegetativen Funktionsstörung konzipiert, bei der die körperlichen und nicht die depressiven Beschwerden im Vordergrund stehen. METHODE Unter Berücksichtigung vorheriger ähnlicher Konzepte (Cimbal, Hempel, Rosenfeld) wird Lemkes Model bez. seiner Stärken und Schwächen analysiert. ERGEBNISSE / SCHLUSSFOLGERUNGEN Die Tatsache, dass viele Depressive initial wegen ihrer körperlichen Symptome beim Allgemeinarzt vorstellig werden, zeigt, dass Lemke sich mit einem Problem…