Beatmungs-assoziierte Pneumonien
L Bindl · Klinische Pädiatrie · 2010 · Heft 06
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Epidemiologie: Beatmungs-assoziierte Pneumonien stellen die relativ häufigste „device-assoziierte“ infektiöse Komplikation in der Intensivmedizin dar. Die mittlere Inzidenz beträgt 5,5/1000 Anwendungstage in der Gesamtpopulation bzw. 1,7/1000 auf Kinder-Intensivstationen (KISS 2003–07). Sie verlängern signifikant die Beatmungsdauer, während eine kausal erhöhte Sterblichkeit nicht bei Kindern belegt ist. Definition und Diagnose: Die CDC-Definition fordert das neue Auftreten (mindestens 48 stündige Beatmung) klinischer Symptome (verändertes Trachealsekret, verschlechterter Gasaustausch) und einer systemischen Entz…