Jodversorgung in Schwangerschaft und Stillzeit als Beispiel für Beratungsdefizite und soziale Ungleichheit im deutschen Gesundheitswesen
B Schücking, S Röhl · Das Gesundheitswesen · 2010 · Heft 09
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund: Bedarfsgerechte Jodversorgung während Schwangerschaft und Stillzeit ist eine höchst wirksame primäre Prävention für die geistige und körperliche Entwicklung des Ungeborenen und späteren Säuglings, und auch für die Mutter kann durch effektive Beratung zur Jodsubstitution primär präventiv einer jodmangelbedingten Struma während und nach einer Schwangerschaft vorgebeugt werden. Da die alimentäre Versorgung aufgrund des geringen Spektrums jodhaltiger Lebensmittel schwierig ist, wird Schwangeren und Stillenden die Substitution von 100–200µg Jodid/Tag empfohlen. Material und Methoden: In der BMBF-geförder…