Bilingualismus: eine Herausforderung für das sich entwickelnde Gehirn
N.N. · Klinische Neurophysiologie · 2012 · Heft 03 · S. 196-202
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Der Einsatz neurophysiologischer Methoden in der Bilingualismus-Forschung zeigte – entgegen ursprünglicher Annahmen –, dass bilinguale SprecherInnen nicht notwendigerweise andere neuronale Regionen für die Sprachverarbeitung aktivieren als monolinguale SprecherInnen. Faktoren wie die Kompetenz in einer Zweitsprache (L2) und das Alter bei Beginn des L2-Erwerbs können allerdings die Repräsentation der L2 im „bilingualen Gehirn“ beeinflussen. So wurde ein späterer Erwerbsbeginn, verglichen mit einem frühen Start in die Zweisprachigkeit, vielfach mit einer geringeren L2-Kompetenz und mit differierend…