Die Anfänge der Suchthilfe im 19. Jahrhundert: Vom Kreuzzug zur Behandlungskette
N.N. · Suchttherapie · 2012 · Heft 04 · S. 155-161
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Suchttherapie setzt voraus, dass exzessiven Verhaltensmustern ein Krankheitswert beigemessen wird. Ausgehend von Debatten über die „Trunksucht“ um 1800, setzte sich dies in der Schulmedizin erst um 1900 endgültig durch. Doch bereits im Zuge des religiösen „symbolischen Kreuzzugs“ der sog. ersten Mäßigkeitsbewegung entstanden um 1840 laienmedizinische Hilfe- und Selbsthilfeorganisationen für Trinker. Im Laufe der sog. zweiten, wissenschaftlich fundierten Mäßigkeitsbewegung wird besonders in Deutschland eine moderne Behandlungskette ausgebaut („Trinkerfürsorge“), wobei sich zwischen professionellen…