Therapiefreiheit oder Zulassungsdiktat – Einsatz von Misoprostol in der Geburtshilfe
F Voigt, TW Goecke, N Maass, W Rath · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2013 · Heft 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Misoprostol, ein synthetisches PGE1-Analogon wurde ursprünglich zur Therapie von gastrointestinalen Ulzera entwickelt sowie zugelassen, und ist unter dem Handelsnamen Cytotec® bekannt geworden. Eine Nebenwirkung des Präparats ist die Induktion von Kontraktionen am graviden Uterus, wofür Misoprostol auf der WHO-Liste der „Essential Medicines“ steht. Neben der Abortinduktion sowie Prophylaxe/Therapie postpartaler Nachblutungen kann Misoprolstol nach WHO-Empfehlung zur Geburtseinleitung genutzt werden. Aktuell hat sich die Diskussion um den Einsatz von Misoprostol (Cytotoec®) zur Geburtseinleitung hinsi…