Kindesmisshandlung und die Amygdalareaktivität auf emotionale Reize
U Dannlowski · Klinische Neurophysiologie · 2014 · Heft 03
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Fragestellung: Kindesmisshandlung ist ein hoch prävalentes Phänomen. Es wird geschätzt, dass ca. 30 – 40% der erwachsenen Bevölkerung von Misshandlungserlebnissen in ihrer Kindheit betroffen waren. Das Risiko misshandelter Kinder, im Erwachsenenalter an Depression zu erkranken ist massiv erhöht. Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, die neurobiologischen Grundlagen dieser Risikokonstellation zu untersuchen. Da depressiv Erkrankte in mehreren Untersuchungen eine Hyperreaktivität der Amygdala zeigten, war die Vermutung, dass als Kind misshandelte, aber gesunde Erwachsene bereits ein ähnliches Muster aufweisen. Me…