Essen heißt: „Ich lebe noch“
R Schmidt · Zeitschrift für Palliativmedizin · 2014 · Heft 05
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Warum braucht ein Hospiz eigentlich einen Koch? Gibt es in der letzten Lebensphase nichts Wichtigeres als die Frage nach Essen? Essen ist eine Alltagserfahrung und das Sprechen über Essenswünsche bedeutet für den Hospizbewohner ein Stück Normalität und Autonomie. Schmerzen und Ängste werden für kurze Zeit ausgeblendet. Aufgrund von Medikamenten oder Chemotherapie haben sich die Geschmacksnerven vieler Bewohner stark verändert. Schärfe oder Säure wird nicht mehr vertragen. Oft höre ich: „Alles schmeckt gleich“. Der Bewohner hat mit heftiger Übelkeit zu kämpfen. Häufig wird erstmal alles abgelehnt. Gegen die Übelk…