Ausgiebige endoskopische Diagnostik übersieht dffuse Magenkarzinome bei Anlageträgern für ein hereditäres diffuses Magenkarzinom
R Hüneburg, P van Heteren, T Weismüller, J Nattermann, S Aretz, A Perez-Bouza, CP Strassburg · Zeitschrift für Gastroenterologie · 2014 · Heft 08
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Anlageträger für ein hereditäres diffuses Magenkarzinom (HDGC) haben ein bis zu 80%iges Lebenszeitrisiko für die Entwicklung eines Magenkarzinoms des diffusen Typs. Ursächlich ist eine Mutation im CDH1-Gen, welches für E-Cadherin, ein Zelladhäsionsprotein, codiert. Gesicherten Mutationsträgern wird aufgrund der Schwierigkeit der endoskopischen Detektion früher präsymptomatischer Karzinome eine prophylaktische Gastrektomie ab dem 30. Lebensjahr empfohlen. Einige Studien zeigen eine mögliche endoskopische Überwachungsstrategie mittels Chromoendoskopie oder durch die Entnahme von multiplen Biopsien. Die…