Frühe intrauterine Transfusion vor 20 + 0 Schwangerschaftswochen bei Feten mit schwerer Anämie durch Parvovirus B 19 Infektion
A Hellmund, C Berg, A Geipel, A Becker, R Bald, U Gembruch · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2016 · Heft 05
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zielsetzung: Eine Infektion des Feten mit Parvovirus B 19 vor der 20. Schwangerschaftswoche führt in ca. 3,9% zu fetalem Hydrops und in 9% der Fälle zum intrauterinen Fruchttod. Überlebensraten von schwer anämischen, infizierten Feten nach intrauteriner Transfusion (IUT) werden mit 67 – 80% beschrieben. Zusätzlich zu der schweren Anämie komplizieren häufig eine Thrombozytopenie und ggf. eine Myokarditis die intrauterine Behandlung. Zudem kann die behandlungsbedürftige Anämie schon im frühen zweiten Trimenon auftreten, und erhöhte Komplikationsraten für Transfusionen vor der 20. Schwangerschaftswoche sind für Fet…