Dokumentation und Behandlung von venerischen Krankheiten, Pollutionen und Onanie in Hahnemanns frühen Krankenjournalen D2–D7 (1801–1809)
N.N. · Zeitschrift für Klassische Homöopathie · 2016 · Heft 02 · S. 72-77
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Samuel Hahnemann war kein Moralapostel mit erhobenem Zeigefinger. Eine herabwürdigende Wertung von Männern oder Frauen als Personen oder wegen geschlechtsspezifischer Leiden ist nicht erkennbar. Geschlechtskrankheiten wurden aus diagnostischen Gründen von Hahnemann viel häufiger bei Männern behandelt, wobei er Tripper nicht mit Quecksilber behandelte. Eine Syphilisbehandlung ist in seinen ersten Praxisjahren bis 1809 nur indirekt zu erschließen, unverdünntes Quecksilberpulver, Mercurius solubilis, war dabei der Goldstandard. Anamnestisch und in Bezug auf Arzneimittelgaben wurde von Hahnemann näch…