Azoospermie und Syphilis
Oskar Scheuer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1911 · Heft 43 · S. 1985-1986
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung In dem beschriebenen Falle handelte es sich um einen luetischen Azoospermisten im Latenzstadium. Die Hodenpunktion ergab aber das Vorhandensein normaler Spermatozoen, bewies also das Vorhandensein einer Obliterationsazoospermie, die auf Quecksilber und Jod ganz zurückging. Die Untersuchung weiterer 20 Fälle von Luetikern aller drei Stadien auf Azoospermie, die überall negativ ausfiel, läßt schließen, daß die Azoospermie bei Syphilis äußerst selten und eben nur dann vorkommt, wenn lokale Veränderungen im Hoden oder Nebenhoden sich finden. Die Samenfäden als solche werden durch Syphilis nicht verän…