Artifizielle Enkephalohydrorrhoe und Lumbalpunktionssucht
F. Kehrer · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1934 · Heft 51 · S. 1949-1950
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Klinische Beobachtungen machen es wahrscheinlich, daß öfters nacheinander ausgeführte Entleerungen der Hirn-Rückenmarksflüssigkeit, vor allem mittels LUMBALpunktionen, gegen die ja überhaupt vom nervenärztlichen Standpunkt aus Stellung genommen werden muß, genau so eine Steigerung der Hirnwasserabsonderung im Sinne eines artifiziellen Hydrocephalus hypersecretorius hervorrufen wie z. B. die Absaugung der Milch in der Laktation einen „Milchfluß”. Es kann auf diesem Wege sogar zu einer „Lumbalpunktionssucht” kommen, ähnlich der hysterischen Operationssucht.