Penisagenesie. Weibliche Geschlechtszuweisung unter psychotherapeutischer Betreuung der Eltern
F. Pohlandt, H. Kühn, W. Teller, H. Thomä · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1974 · Heft 43 · S. 2166-2172
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem Patienten mit Penismangel wurde im Alter von 2œ Jahren die ursprüngliche Geschlechtszuweisung revidiert und das bürgerliche Geschlecht in weiblich umgeändert. Das Verhalten des Kindes im Alter von 5œ Jahren deutet darauf hin, daß seine Geschlechtsidentität weiblich ist. Die zunächst nur rationale Zustimmung der Eltern zur Geschlechtsumwandlung wurde im Verlauf einer psychotherapeutischen Betreuung auch emotionell tragbar. Aus der Übersicht über 49 Fälle der Weltliteratur ergibt sich, daß bei Kindern mit Penisagenesie die weibliche Geschlechtszuordnung heute die Therapie der Wahl darstel…