Pockenschutzimpfung und Gravidität
G. Kistler, R. Gertsch · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1970 · Heft 23 · S. 1254-1256
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einer 25jährigen Frau kam es in der zehnten Woche ihrer bis dahin komplikationslos verlaufenen zweiten Schwangerschaft zu Vaccinia-bedingter Blepharokonjunktivitis. Die durch Virusverschleppung von der Impfstelle eines Kleinkindes bedingte Augenerkrankung führte bei der Mutter zu einem intrauterinen Infekt und zur Ausstoßung der Frucht. Da ein generalisierter Vaccinia-Infekt beim Ungeborenen in allen Phasen der Gravidität auftreten kann, muß die Pockenschutzimpfung sowohl bei einer Schwangeren selber als auch bei ihrem Kleinkind als kontraindiziert bezeichnet werden. Bei dringend notwendiger…