Akinetonpsychosen
Wolfgang Steinbrecher · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1958 · Heft 33 · S. 1399-1400
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei zwei über 70 Jahre alten Kranken mit einem Parkinsonsyndrom, die Zeichen einer deutlichen Gefäßsklerose hatten, traten während der Behandlung mit täglich bis zu 1 mg und bis zu 6 mg Akineton nach einigen Wochen Orientierungsstörungen, nächtliche Unruhe und optische Halluzinationen auf; sie verschwanden nach Absetzen des Medikamentes innerhalb weniger Tage. Man wird bei Kranken mit nur knapp kompensierter Sauerstoffversorgung des Gehirns mit der Möglichkeit solcher psychischer Störungen rechnen müssen und sollte in solchen Fällen die erste Einstellung der Therapie nur in einer Klinik vornehmen.