Über die Krisen der Pockenschutzimpfung
S. Winkle, U. A. Salchow · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1956 · Heft 07 · S. 221-226
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Überimpfung des Eiters aus Pusteln von Menschen, die an leichten Pocken erkrankt waren, führte im achtzehnten Jahrhundert gelegentlich zu einer epidemieartigen Ausbreitung der Pocken. Die Überimpfung von Kuhpocken brachte dann später einen Schutz, der etwa zehn Jahre anhält, so daß eine Revakzination erforderlich war. Die Übertragung der Pockenlymphe von einem Menschen auf den anderen, die zeitweise üblich war, rief die Gefahr einer Übertragung verschiedener Infektionskrankheiten hervor, in erster Linie der Syphilis. Diese Sorgen wurden durch die in den Jahren 1871—1874 eingeführte Verwendung…