Über akute Psychosen nach Isonikotinsäurehydrazidbehandlung
K. Conrad, E. Scheib · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1953 · Heft 16 · S. 604-607
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Es wird über eine akute Psychose berichtet, die sich nach einer drei Monate lang durchgeführten Neotebenbehandlung entwickelte. Sie bestand in einer subakut ansteigenden Erregung, die im Verlaufe von etwa 6 bis 7 Tagen einen Kulminationspunkt erreicht, auf dem es zu tobsuchtartigen Reaktionen kommt und die in einer ebenso rasch abfallenden Kurve nach weiteren 14 Tagen wieder die Norm erreicht. Schon im Anstieg der Erregung, die anfangs rauschartigen Charakter hat, kommt es zu gewissen Erlebnissen von Ich-Entfremdung, jedoch nicht zu eigentlichen Depersonalisationserlebnissen. Die Annahme, daß die…