Höhere Erfolgsraten bei der Nierentransplantation durch die HLA-DR-Typisierung: Eine retrospektive Analyse der Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft für Nierentransplantation*
G. Müller, H. Bockhorn, V. Lenhard, E. Fischer, K. Dreikorn, R. F. Fetta, A. Jansen, H. J. Halbfaß, H. Wilms, D. Dorn-Zachertz, W. Faßbinder, B. Gumbel, F. W. Albert, R. W. Ewald, S. Goldmann, H.-E. Franz, P. Wernet · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1980 · Heft 12 · S. 401-405
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung 90 Nierenspender-Empfänger-Paare wurden retrospektiv HLA-DR-typisiert, und der Einfluß der HLA-DR-Antigene auf die Transplantatprognose wurde untersucht. Es zeigte sich eindeutig, daß HLA-DR-kompatible Spendernieren eine wesentlich bessere Transplantatprognose haben als HLA-DR-nichtkompatible. Dabei erreichen Spendernieren mit nur einem identischen HLA-DR-Antigen eine sechsmonatige Überlebensrate von 81 %. Nur HLA-AB-identische (»full house identity«) Leichennieren erzielen ähnlich gute Überlebenszeiten. Aufgrund des relativ geringeren Polymorphismus des HLA-DR-Alloantigensystems werden häufiger…