Psychobiologie der Zwangskrankheit
K. - P. Lesch · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1991 · Heft 10 · S. 404-412
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die gegenwärtig vorherrschenden psychobiologischen Hypothesen zur Pathophysiologie der primären Zwangskrankheit gehen davon aus, daß eine selektive Dysfunktion der Basalganglien sowie eine gestörte Regulation eines oder mehrerer zentraler Serotonin-(5-HT)Subsysteme zumindest zu einigen Aspekten des Syndroms in Beziehung stehen. Neuere neuroanatomische, -pharmakologische und -ethologische Studien deuten dabei auf eine komplexe Rolle der Basalganglien, besonders des Striatums und des Pallidums, in der Perzeption und Kognition zusätzlich zu ihren motorischen Funktionen. Zwangssymptome bei Syndromen…