Valproat-assoziierte Hepatotoxizität - Pathogenese, klinisches Spektrum,Therapie und Prophylaxe
H. Siemes, H. Nau · Klinische Pädiatrie · 1991 · Heft 06 · S. 411-419
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die potentielle Hepatotoxizität der Valproinsäure (VPA) mit Auftreten des fulminanten Leberversagens stellt die gravierendste Gefährdung des Patienten dar. Bisher gibt es keine zuverlässigen Laborparameter, die eine Früherkennung dieser Komplikation ermöglichen würden. Die Hauptabbauwege des VPA stellen Glukuronidierung und β-Oxydation dar. Eine geringere Rolle spielen weitere Abbauwege mit Bildung einfachund doppelt-ungesättigter Derivate. VPA-Dosis, Lebensalter, Co-Medikation (Antikonvulsiva, Acetylsalicylsäure), Hungern und Glukosestatus beeinflussen den VPA-Metabolismus. VPA selbst verändert…