Intoxikationspsychosen durch Atropin und Skopolamin
J. Müller, K. Wanke · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1998 · Heft 07 · S. 289-295
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Nachtschattenalkaloide Atropin und Skopolamin sind seit der Antike in nahezu jedem Kulturkreis als Drogen gebräuchlich. Sie waren die Wirksubstanzen von Schlafschwämmen, Wahrheitstränken und Hexensalben. Auch heute noch finden Nachtschattengewächse als Rauschdrogen Verwendung. Atropin und Skopolamin hemmen die cholinerge Nervenleitung durch Blockade des muskarinergen Azetylcholinrezeptors. Erst bei hohen Dosen werden auch die nikotinischen Rezeptoren blockiert. Bei einer Vergiftung tritt ein dosis- und substanzabhängiges Krankheitsbild mit zentralen und peripheren Symptomen auf. Im mittleren…