Adoleszenz und chronische Suizidalität - die Biographie des italienischen Dichters Cesare Pavese (1908-1950)
N. Scherbaum · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 1997 · Heft 01 · S. 16-22
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Der Suizid wird v. a. als Folge einer akuten Krise verstanden, die bei entsprechender Disposition durch aktuelle Erlebnisse ausgelöst wird. Die Biographie des italienischen Schriftstellers Cesare Pavese (1908 -1950) hingegen verweist auf die Bedeutung chronischer Suizidalität als Teil des Lebensstils. V. a. ein posthum veröffentlichtes Tagebuch ermöglicht eine biographische Rekonstruktion der chronischen Suizidalität. Pavese gelang in der Adoleszenz nicht der Aufbau einer stabilen Ichidentität im Privat- und Berufsleben. Er verharrte lebenslang v. a. im Ambivalenzkonflikt zwischen Verpflichtung u…