Zur Frage der ärztlichen Aufklärungspflicht über die Möglichkeit einer Ureterverletzung bei abdominaler Hysterektomie
G. H. Schlund · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1984 · Heft 11 · S. 758-759
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im Urteil vorn 28.2.1984 (VI ZR 70/82) vertritt der Bundesgerichtshof die Auffassung, daß bei einer abdominalen Hysterektomie auch bei Anwendung der zu fordernden Sorgfalt Verletzungen der benachbarten Organe niemals völlig ausgeschlossen werden können, so daß dem Arzt eine bei einem derartigen Eingriff unterlaufene Ureterverletzung nicht als Behandlungsfehler angelastet werden könne. Der Arzt ist nach dieser Entscheidung jedoch verpflichtet, seine Patientin über das Risiko einer Ureterverletzung aufzuklären. Dabei müssen ihr jedoch nicht die möglichen Risiken in allen erdenklichen Erscheinungsfo…