HIV-Infektionen und zervikale Neoplasien
W. Friedmann, A. Schäfer, T. Weyerstahl · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 1989 · Heft 11 · S. 997-1000
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung In den letzten 4 Jahren wurden bei 108 HIV-positiven Frauen an der Universitätsfrauenklinik Charlot-tenburg zytologische Abstriche der Zervix entnommen. Im Vergleich zum Gesamtkollektiv der Klinik fällt bei HIV-positiven Frauen eine 15fach erhöhte Rate suspekter Abstriche auf. Histologisch ließ sich bei 10 Frauen eine intraepithe-liale Neoplasie (CIN) und bei 5 Frauen ein invasives Zervix-karzinom nachweisen. Auffällig war ein mit 40,3% hoher Anteil von Abstrichen mit zytologischen Zeichen einer Papil-lomavirusinfektion, bei den suspekten Abstrichen sogar in 80,7%.