Johannes Keplers Bedeutung für die ophthalmologische Optik
W. Jaeger · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 1986 · Heft 02 · S. 163-166
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts glaubte man, dass die Abbildung im Auge auf der Vorderfläche der Linse erfolge. Die ophthalmologische Optik als Wissenschaft beginnt erst mit Johannes Keplers Entdeckung. Er hat - ohne neue Experimente lediglich durch Anwendung der Gesetze der Lichtbrechung - den Strahlengang im Auge aufgeklärt und gezeigt, dass das Bild auf der Netzhaut entsteht, und zwar in Form eines umgekehrten Bildes. Die Rezeption dieser Entdeckung war dadurch erschwert, dass frühere Vorurteile überwunden werden mußten, wonach man sich nur ein aufrechtes Bild im Auge vorstellen konnte, ob…