Infektiöse Mononukleose: Hämolyse durch Autoantikörper gegen Triosephosphat-Isomerase
K. Ritter, R. Lamberts, R. Thomssen · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1990 · Heft 38 · S. 1432-1435
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Nach einer schweren Angina, an die sich eine vierwöchige Phase mit Kopfschmerz, Müdigkeit und Gewichtsverlust anschloß, entwikkelten sich bei einem 18jährigen Mann eine generalisierte Lymphadenopathie und eine Splenomegalie. Die Diagnose einer akuten Epstein-Barr-Virus-Infektion (infektiöse Mononukleose) wurde durch den Nachweis virus-spezifischer Antikörper gesichert. Eine Retikulozytose (24 ‰), ein erniedrigter Haptoglobin-Wert (0,6 mg/ml) sowie eine erhöhte Konzentration der Lactatdehydrogenase (657 U/l) zeigten eine ausgeprägte Hämolyse an. Das Knochenmark wies eine gesteigerte, reifungsgestö…