Postoperativer Tetanus
M. Federmann, M. Kotzerke · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1989 · Heft 47 · S. 1833-1836
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem 57jährigen Patienten entwickelte sich 12 Tage nach der Operation eines perityphlitischen Abszesses ein schwerer Tetanus, der eine 37tägige Beatmung erforderlich machte. Komplikationen wie Pneumonie mit anschließender Sepsis, Verbrauchskoagulopathie und protrahiertes akutes Nierenversagen konnten durch umfangreiche intensivmedizinische Maßnahmen beherrscht werden. Vermutlich war die Tetanusinfektion endogenen Ursprungs. Clostridium tetani kommt als Saprophyt im Gastrointestinaltrakt vor. Vor Operationen am Gastrointestinaltrakt sollte der Tetanusimmunitätsstatus jedes Patienten bestimmt…