Bradycardia factitia
S. Eckert, H. M. Mertens, H. Mannebach, U. Gleichmann · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1988 · Heft 12 · S. 469-471
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei einem 26jährigen Krankenpfleger führte die wiederholte willkürliche Einnahme von 240-400 mg Verapamil in nicht-retardierter Form zum Auftreten einer Interferenzdissoziation bei extremer Sinusbradykardie und AV-Ersatzrhythmus sowie Hypotension. Bei Myokarditisanamnese war der Verdacht auf ein Rezidiv und somit auf eine organisch bedingte Ursache naheliegend. Der Fall zeigt, daß eine nicht eingestandene Selbstmedikation bei Herzrhythmusstörungen immer mit als Ursache zu berücksichtigen ist, auch wenn zunächst keine zwingenden Anhaltspunkte vorliegen.