Rezidivierende Meningokokkenmeningitis bei hereditärem C 5-Mangel
O. Hildenhagen, D. Bitter-Suermann · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1985 · Heft 39 · S. 1498-1501
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Als Ursache einer rezidivierenden Meningokokkenmeningitis bei einer 20jährigen Frau fand sich ein hereditärer Mangel an der fünften Komplement-Komponente (C5). Die Familienuntersuchung bestätigte den autosomal kodominanten Vererbungsmodus des Defekts. Während nur beim hereditären C5-Komplement-Mangel auch ein Chemotaxis-Defekt besteht, fehlt bei allen hereditären Defekten der terminalen Komplement-Komponenten C5 bis C8 die bakteriolytische Aktivität des Serums. Eine intakte Bakteriolyse ist aber für die Abwehr von Neisseria meningitidis und Neisseria gonorrhoeae erforderlich. Neisserien-Infektion…