Fehler und Gefahren: Todesfälle durch Sternalpunktion
K. Püschel, R. Mattern, H.-J. Mittmeyer, V. Schneider · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1985 · Heft 42 · S. 1611-1613
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Bei fünf Patienten, zwei Frauen und drei Männern im Alter zwischen 14 und 37 Jahren, war es bei diagnostischer Sternalpunktion zu einer iatrogenen Herzverletzung gekommen. Vier Fälle endeten letal, ein Patient überlebte nach sofortiger Thorakotomie und Übernähung der Herzverletzung. Bei allen Patienten war eine Perforation der Vorderwand des rechten Ventrikels erfolgt, die eine Herzbeuteltamponade zur Folge hatte. Bei allen vier Todesfällen erfolgte eine strafrechtliche Verurteilung der punktierenden Ärzte nach § 222 StGB (fahrlässige Tötung).