Spironolacton in der Behandlung der portalen Hypertonie bei Leberzirrhose: Ein neues Wirkungsprinzip?
Chr.-P. Klein · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1985 · Heft 46 · S. 1774-1776
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Fünf Patienten mit portaler Hypertonie und Ösophagusvarizen bei kompletter Leberzirrhose erhielten Spironolacton in Tagesdosen von 50-200 mg. Messungen des Lebervenenverschlußdruckes im Abstand von 1-5 Monaten ergaben eine Drucksenkung zwischen 9 und 11 mm Hg. Damit entspricht der drucksenkende Effekt des Spironolactons etwa demjenigen der β-Rezeptorenblocker. Da Spironolacton nicht die bekannten Nebenwirkungen der β-Rezeptorenblocker hat, kommt diesem Wirkungsprinzip ein breiterer therapeutischer Anwendungsbereich in der medikamentösen Langzeittherapie der portalen Hypertonie zu.