Psychodynamische Psychotherapie einer Patientin mit Anorexie
Günter Reich · PiD - Psychotherapie im Dialog · 2004 · Heft 01 · S. 32-39
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Abstract Im psychodynamischen Verständnis erscheint die Anorexie als ein „Kampf um die Grenze”, der nach außen (Essen) und nach innen (Gewichtszunahme) geführt wird. Dieser Kampf kann auf präödipaler, ödipaler und adoleszenter Ebene geführt werden. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer zunehmenden Spaltung zwischen der inneren anorektischen Welt der Patientin und der äußeren Realität. Daher erfordert auch die psychodynamische Behandlung eine Symptomzentrierung und Rahmensetzung durch Absprachen, insbesondere in der Anfangsphase. Die Auseinandersetzung mit der Symptomatik muss mit der Arbeit an den interper…