Gegen eine Stigmatisierung Drogenabhängiger
J Gölz · Suchttherapie · 2003 · Heft 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das von einer aktuellen Norm Abweichende unterliegt der Gefahr einer Kennzeichnung als „böse“ oder „verdammenswert“. Diese Stigmatisierung kann sich auf seelische und körperliche Erkrankungen beziehen, kann Armut, Unfruchtbarkeit oder sexuelle Orientierung abwerten, sie kann sich auf gegen die Zugehörigkeit zu einer Religion, zu einer Rasse oder zu einer Hautfarbe richten, die Themen sind beliebig zu erweitern. Die verachteten Sachverhalte sind weder zeitlich noch räumlich konstant. Was vor 100 Jahren stigmatisiert war, gilt heute als normal; was in der einen Gesellschaft als abstoßend gekennzeichnet wird, gilt…