Validität von Risikokalkulationen bei Straftätern - Kritik an einer methodischen Grundannahme und zukünftige Perspektiven
F. Urbaniok · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2004 · Heft 05 · S. 260-269
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Im kontinentaleuropäischen Raum haben sich mehrdimensionale Kriterienkataloge etabliert, während sich im Unterschied dazu im angelsächsischen Raum aufgrund der Unzuverlässigkeit klinischer Prognosen Verfahren des so genannten „Actuarial Risk Assessments” als Prognoseverfahren durchgesetzt haben. Die Grundannahmen des „Actuarial Risk Assessments” (ein letztlich statistischer Ansatz) weisen eine bemerkenswerte Diskrepanz zu den Leitideen europäischer Experten (klinisches Beurteilungsverfahren) auf, ohne dass dies bisher eingehender in der Literatur diskutiert wurde. Ungeachtet des erwähnten Untersc…