Traumawiederholung und Reviktimisierung nach körperlicher und sexueller Traumatisierung
W. Wöller · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2005 · Heft 02 · S. 83-90
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Die Neigung von Opfern körperlicher und sexueller Traumatisierung in Kindheit und Jugend zur Wiederholung traumatischer Erfahrungen im späteren Leben ist empirisch gut belegt. Darüber hinaus findet sich eine hohe Stabilität missbräuchlicher Bindungen. Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen der Reviktimisierung aus der Perspektive der psychodynamischen Theorie, der Bindungstheorie und aus der Sicht der Forschung zu posttraumatischen Belastungsstörungen zusammenfassend darzustellen. Der Begriff „Wiederholungszwang” hat ohne zusätzliche theoretische Annahmen wenig erklärenden Wert. Innerhalb des…