Angst: die tiefenpsychologische Betrachtungsweise
Eva Jaeggi · PiD - Psychotherapie im Dialog · 2005 · Heft 04 · S. 370-375
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Ausgehend von der in der psychoanalytischen Neurosenlehre üblichen Einteilung der Angsterkrankungen in Phobien und Angstneurosen wird erläutert, warum Phobien als die „reifere” der beiden Angsterkrankungen gesehen wird. Das wichtigste Kriterium dabei ist die „Reife” der Abwehr, die im Falle der Phobie bei einer noch gut integrierten Ich-Struktur die von innen kommende Angst auf ein äußeres Objekt „verschieben” kann. Bei der Angstneurose gelingt dies nicht, weshalb die Angst sich nicht an ein Objekt bindet, sondern ganz unvermittelt durchbricht. Die Quelle der Angst kann in einem Triebkonflikt ode…