Was hat Bindung-Trennung-Verlust mit unerfülltem Kinderwunsch zu tun?
S Quitmann · Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2009 · Heft 02
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In den 80er Jahren galten über 25% der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch als psychosomatisch krank. Heute weisen wir die damit einhergehende Pathologiesierung weit zurück. Höchstens noch 5–6% der Paare wird eine psychosomatische Mitverursachung ihrer Kinderlosigkeit bescheinigt. Bei einigen von ihnen ist die Erfahrung von Trennung und Verlust der Grundkonflikt, der der psychosomatischen Symptomatik Infertilität zugrunde liegt. Anhand von Kasuistiken soll aufgezeicht werden, dass Angst vor Trennung und Verlust zu fehlender Bindung an das doch so ersehnte Kind führt und so alle Bemühungen der Paare und Behandlung…