Zerebraler Abszess als Erstmanifestation einer pulmonalen arteriovenösen Malformation bei Morbus Osler
V. Moshagen, H. Sahl, K. Wessel · Aktuelle Neurologie · 2010 · Heft 02 · S. 89-91
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Der Morbus Osler ist eine autosomal-dominant vererbte Erkrankung der Gefäßwand. Häufig treten pulmonale arteriovenöse Malformationen (pAVM) auf, die einen erheblichen Risikofaktor für paradoxe Embolien und Abszesse darstellen. Wir berichten über einen Patienten mit Morbus Osler und Hirnabszess mit Nachweis einer großen pAVM. Diese konnte im Verlauf embolisiert werden. Bei Hirnabszessen, aber auch embolischen zerebralen Ischämien unklarer Genese sollte differenzialdiagnostisch an den Morbus Osler gedacht werden, da die Möglichkeit einer sehr wirksamen Sekundärprophylaxe besteht.