Erwerbsminderung bei Holocaustopfern: eine langzeitkatamnestische Betrachtung somatischer und psychiatrischer Diagnosen unter Berücksichtigung des Gesamtschauaspekts
T. Biermann, W. Sperling, H. Müller, P. Schütz, J. Kornhuber, U. Reulbach · Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie · 2010 · Heft 12 · S. 715-721
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung ANLIEGEN: In der Gruppe ehemals Holocaustgeschädigter ist die Häufigkeit psychischer und somatischer Folgeschäden erwiesenermaßen hoch. Die Bewertung der verfolgungsbedingten Minderung der Erwerbsfähigkeit (vMdE) richtet sich nach der Wechselwirkung aus direkt holocaustinduzierten psychischen und somatischen Primärschäden mit später erworbenen körperlichen, psychischen und psychosozialen Einflussfaktoren. METHODE: Die Erhebung basierte auf der Auswertung sämtlicher aktenkundlich dokumentierter Angaben (Gutachten, beigefügte Krankenblattunterlagen, ärztliche Stellungnahmen, handschriftliche eidess…